MEK - DER VEREIN: Erfolgreicher Saisonauftakt in Weiden

Es ist nahezu schon eine Tradition. Jedes Jahr aufs Neue begeben sich unmittelbar nach dem Sommerurlaub sechs Mannschaften braungebrannt in Weiden auf das Eis, um nach der langen Sommerpause endlich wieder ihrem Hobby nachzugehen. Gastgeber sind wie in den letzten beiden Jahren auch die Blue Wings Weiden um den hervorragenden Organisator „Schenzi“, der durch die Reservierung einer vom ADAC ausgezeichneten Pension außerhalb Weidens den Münchnern eine komfortable Bleibe für Übernachtung und Frühstück ermöglichte.
Der Blue-Wings-Cup wurde das dritte Mal ausgespielt. Die teilnehmenden Mannschaften waren in Gruppe A die Vilspiraten Amberg, der Bayreuther SC und der EHC Landshut. In Gruppe B waren die Gegner der Isarriders München die Blue Wings Weiden und die Ingolstadt Grey Panthers. Spielmodus waren 2 x 20 Minuten durchlaufend mit allen bekannten Regeln nach Definition der IIHF.
Am Samstag, den 01. September 2007 machten sich die Isarriders gegen Mittag auf nach Weiden. Nach dem kurzen Einchecken in der Pension ging es sofort in die Eishalle, um 16.00 Uhr stand das erste Saisonspiel gegen den Gastgeber aus Weiden an. In diesem Spiel hatten die Isarriders leider keine Chance gegen die gut eingespielten Blue Wings Weiden. Bereits nach 12 Sekunden stand es nach einem Solo 0:1 aus Sicht der Isarriders. Obwohl man versuchte, die Weidener früh zu stören, fielen die Tore immer kurz vor oder nach der Pause. Somit stand es am Ende 0:5. Man dachte schon, der letzte Platz der Münchner aus dem Vorjahr sei ebenso „traditionell“ wie das Turnier an sich.
Im zweiten Spiel gegen die Grey Panthers Ingolstadt wandte sich aber das Blatt. Man merkte zu Beginn des Spiels, das die Ingolstädter zwar kombinieren konnten, das Tempo der stark verjüngten Münchner Mannschaft allerdings konnten sie auf Dauer nicht mitgehen. Nach einem dummen Rückstand, den der bisher überragend haltende Münchner Goalie Andi Kirschbauer nicht verhindern konnte, gelang Daniel „Bibi“ Biberger das erste Saisontor auf Münchner Seite. Zwar etwas glücklich, da die Scheibe so gerade noch zwischen die Schienen des Ingolstädter Goalies durchrutschte, aber der Puck war klar hinter der Linie.
Ausgerechnet ein Verteidiger, Markus Walter, sicherte den Münchnern den Sieg und ein längeres Ausschlafen am nächsten Tag, da es nun in das Spiel um Platz drei ging. Markus Walter zog den Puck kurz vor dem Ingolstädter Goalie auf die Rückhand und lupfte die Scheibe unter die Latte. Nach diesem Sieg ließ es sich nach einem gemütlichen Abendessen in der Stadionwirtschaft auf der ebenfalls traditionellen Stadionparty gut feiern. Die Blue Wings Weiden organisierten eine Tombola mit tollen Sachpreisen und diverse kleine Attraktionen wie einen Holzstamm, auf dem sich die Eishockeyspieler beim Nageln messen konnten (die motorischen Fähigkeiten beim Nageln und die Ergebnisse wurden bei zunehmendem Alkoholkonsum selbstverständlich immer weiter beeinträchtigt, dafür aber umso lustiger von allen aufgenommen, Anm. d. Red.).
Einen „traditionellen“ Titel konnten die Münchner aber nicht verteidigen. In den vergangenen beiden Jahren waren die Isarriders immer das maßgebende Team, wenn es darum ging, zu viert einen Maßkrug per Strohhalm so schnell wie möglich zu trinken. Gegen die Blue Wings Weiden fehlten gerade einmal 13 Hundertstel Sekunden, was womöglich auch am leicht verzögerten Stoppen des Bedieners der Uhr aus den Reihen der Blue Wings lag.
Am nächsten Tag in der Früh wurde aber wieder Eishockey gespielt. Das Spiel um Platz 5 gewannen die Ingolstädter gegen den EHC Landshut mit 5:1. Im darauf folgenden Spiel um Platz 3 trafen die Münchner auf die Vilspiraten Amberg, einen etwas stärkeren Gegner, gegen den es schon zahlreiche Niederlagen gesetzt hatte. Das Spiel war toll anzusehen und bis zur letzten Minute spannend. Die Isarriders konnten anfangs gut mithalten und überrannten die Amberger sogar nach einer Zeit. Vom eigentlichen Torhüter Harry Glas wurden die Isarriders verdient in Führung gebracht. Kurze Zeit später donnerte Stefan Krönke die Scheibe von halb links mit einem Hammer-Schlagschuss ins kurze Eck zum 2:0. Durch einen überragend haltenden Goalie Andi Kirschbauer, der in gewohnter Manier „legales Doping“ betrieb, blieb es beim 2:0.
Das Finale gewann der Bayreuther SC mühelos gegen die Gastgeber aus Weiden mit 5:2. Die Bayreuther dominierte nicht nur das Turnier, sondern stellten mit dem Spieler Mike Franz auch den Torschützenkönig (7 Treffer). Bester Goalie wurde unsere Andi Kirschbauer, der mit nur 7 Gegentoren die meisten Saves des Turniers machte. Der Triumph wurde lautstark unter den Münchnern gefeiert, und der Held des Turniers gönnte sich – wie könnte es auch anders sein – ein kühles Augustiner, um wieder zur Ruhe zu finden.
Vielen Dank an die Einladung der Blue Wings Weiden und speziell an deren Torhüter „Schenzi“ für die Organisation. Auf ein traditionelles Wiedersehen im Spätsommer 2008 in Weiden. Alle Daten und Statistiken zum Turnier unter http://www.bluewings-weiden.de, anschließend auf den Link „3. BWC“! oder auf der IRM Hompage http://www.isarriders.de
© Andi Agatha



