Es sollte die Generalprobe für das kommende Spiel am Samstag gegen die Überflieger aus Passau werden. Coach Hetzenecker warnte sein Team vor dem Spiel, dass die Hausherren aus Waldkraiburg sicher anders auftreten würden als bei ihrer Hinspiel-Niederlage und appellierte an die Spieler eine andere Einstellung an den Tag zu legen, wie beim Spiel am Freitag gegen Germering.
Mehr Laufbereitschaft und Disziplin waren die geforderten Attribute, welche die Luchse auch umsetzten.
Deutlich überlegen zeigte man sich von Beginn an und schnürte die Hausherren ein ums andere Mal in deren Drittel ein.
Auch der frühe Treffer der Waldkraiburger in der 6. Spielminute brachte das Team nicht aus dem Konzept und folgerichtig konnte man nur eine Minute später durch Andy Steer ausgleichen.
Dass keine weiteren Tore erzielt werden konnte, lag u.a. an dem gut haltenden Dejan Velkoski, der nicht nur aus seiner Zeit in München noch viel über das Schussverhalten der Luchse Spieler wusste, sondern auch gewohnt souverän seinen Kasten verteidigte.
Gerade die 3. Reihe mit Martin Krenn, Maximilian Huff und Andy Steer führte die Löwen regelrecht vor, Endstation war aber immer Dejan.
„Weiter so irgendwann fällt er rein“ war eigentlich das einzige was in der Drittelpause als Parole ausgegeben wurde. Und es sollte sich auch bestätigen.
Bereits 6 Minuten nach Wiederanpfiff erzielte Stephan Hirschauer auf Zuspiel von Harald Nuss den Führungstreffer. Weitere 4 Minuten später war es die 2. Reihe mit Tobi Eitermoser, der aus dem Gewühl heraus Dejan überwinden konnte. Und erneut 5 Minuten später war es wieder die erste Reihe durch Christian Kinateder, welche zum 4:1 in Überzahl erhöhte.
Nur die dritte Reihe, welche eigentlich die präsenteste auf dem Eis war, schaffte keinen Treffer, was die Jungs auch mächtig ärgerte.
Zusätzlich wunderte man sich über die Leistung der beiden Unparteiischen, die oft mit nicht nachvollziehbaren Entscheidungen auf beiden Seiten auf sich aufmerksam machten. Icing bei Unterzahl oder aufgehobene Strafen anzeigen, führte immer wieder dazu, dass Luchse-Spieler sich wunderten. Nachfragen durch den Capitan und die Assists wurden speziell von einem der beiden Herren überaus arrogant ignoriert.
Im letzten Drittel steigerte sich dies dann leider noch. Beginnend damit, dass man die Luchse wegen Kleinigkeiten auf die Strafbank schickte, zeigte man keinerlei Linie bezüglich anderer Vergehen.
Manche Spieler der Hausherren entluden ihren Frust leider damit, sich auf die körperliche Note zu konzentrieren. Speziell die weiterhin entfesselnd aufspielende Dritte Reihe wurde offensichtlich als Ziel ausgemacht.
Auf Höhe der Mittellinie wurde Andy Steer durch einem Bandencheck außer Gefecht gesetzt. Hier konnten die beiden Unparteiischen wohl nicht anders als die mehr als berechtigte Spieldauerstrafe zu verhängen. Wenn man die Folgen für den Münchner Spieler betrachtet (Sprunggelenksbruch, er wurde bereits operiert) sicher eine nicht überzogene oder „unglückliche“ Strafe, wobei man dem Angreiffer in dieser Situation sicher keine Verletzungsabsicht unterstellen kann. Für Andy Steer bedeutet dies trotzdem ein vorzeitiges Saisonende
Was sich dann aber 4 Minuten vor Ende der Partie ereignete setzte der Leistung der Schiedsrichter die Krone auf.
Nach Abpfiff der Spielsituation wegen einer Strafe gegen Waldkraiburg, nahm ein anderer Spieler der Hausherren Maximilien Huff aufs Korn und setzte einen Check gegen das Knie. Diese Situation ereignete sich übirgens ebenfalls auf Höhe der Mittellinie.
Der Münchner Spieler brach auf dem Eis zusammen was man noch mit den Worten „Jetzt hab ich dich erwischt“ kommentierte. Der zuerst gefoulte Martin Krenn schubste den Angreifer von seinem offensichtlich verletzten Kameraden weg - was sich dann zu einem kurzen gegensteitgen Geschupse entwickelte.
Obwohl ein Schiedsrichter direkt daneben stand, wurden dann Strafen ausgesprochen, die jeglicher Beschreibung spotten. Beide Waldkraiburger erhielten eine 2-Minuten-Strafe und Martin Krenn aus München eine 2+2 ! Der Kniecheck blieb einfach ohne Folgen.
Die Beschwerden der Münchner, dass hier doch ein eindeutiger Check gegen das Knie vorgelegen sei wurden sowohl während des Spiels, als auch danach vom Schiedsrichter bestritten. Im Gegenteil "wunderte" er sich wohl überhaupt, was wir den für welche sind, wenn wir bei so einer klaren Sache (also kein Check gegens Knie) überhaupt reklamieren würden.
Die Folge dieses Angriffs :
Riss des vorderen Kreuzbandes und der Innenbänder des Knies ! Operation in 4 Wochen und ebenfalls Saisonende.
Weitere Kommentare kann man sich hier wohl sparen.
Wir wünschen an dieser Stelle Andy Steer und Maximilian Huff gute Besserung und eine baldige Rückkehr ins Berufsleben.